Filialbank versus Direkt-Bank

Tagesgeldkonten erfreuen sich seit einigen Jahren besonderer Beliebtheit - bei den Anlegern aber auch bei den Banken. Angeboten werden sie von Filialbanken genauso wie von Direktbanken. Diese nutzen Sie gerne, um neue Kunden zu gewinnen. Sie erreichen das mit besonders hohen Zinssätzen, die sie im Vergleich zu Filialbanken anbieten können. Möglich wird das durch geringere Kosten für das Personal und das Filialnetz, da viele Leistungen über moderne Kommunikationswege genutzt werden können. Die Direktbanken präferieren dabei das Internet und teilweise das Telefon, während die Filialbanken bevorzugt auf das Telefon und den persönlichen Kontakt mit den Kunden in den Filialen setzen. Dieser Unterschied wird auch bei den Preisen deutlich. Die Kontoführung eines Tagesgeldkontos wird bei vielen Banken über das Internet kostenlos angeboten. Einige Direktbanken verlangen im Gegenzug aber zusätzliche Gebühren bei Telefonnutzung und der Zusendung eines papierhaften Kontoauszugs. Dieser Standardservice ist bei Tagesgeldern von Filialbanken oft kostenlos im Service enthalten.

Persönlicher Service vs. Direkt-Banking

Der wichtigste Vorteil eines großen Filialnetzes mit einem persönlichen Ansprechpartner und ausreichend Geldautomaten ist bei Tagesgeldkonten nicht unbedingt wichtig. Tagesgeldanlagen sind ziemlich einfach im Vertragsabschluss und bei der Kontoführung. Die Banken bieten meist einen Einheitszinssatz an, der eventuell noch entsprechend der Anlagesumme gestaffelt sein kein. Auf eine Beratung kann daher meist verzichtet werden. Die Direktbanken halten auf ihren Websites sehr gut strukturierte und leicht verständliche Produktinformationen und Vertragsinformationen bereit. Bleiben dennoch Fragen offen, kann bei den meisten Direktbanken auch eine Info-Hotline angerufen werden. Und auch auf eine große Zahl von Geldautomaten kann verzichtet werden, da über Tagesgeldkonten in der Regel keine Bar-Transaktionen möglich ist. Die Überweisung und Rückbuchung des Anlagebetrages erfolgt auf ein vertraglich vereinbartes Referenz-Girokonto, das bei der Hausbank oder jeder anderen Bank geführt werden kann.

Zeit ist Geld

Bei einer Direktbank kann der Antrag für ein Tagesgeldkonto innerhalb von 5 Minuten oder noch schneller gestellt werden. Und das geht rund um die Uhr, auch nachts und bequem von zu Hause. Die Kontoeröffnung bei einer Filialbank ist nur während der normalen Öffnungszeiten zwischen Montag und Freitag möglich. Hinzu kommen Anfahrtswege, die Parkplatzsuche und ein Beratungsgespräch von mindestens 30 Minuten. Dafür wird das Konto meist sofort eröffnet und der Anleger kann sofort sein Kapital einzahlen oder überweisen. Da die Zinsen für Tagesgelder bei Filialbanken jedoch zwischen 1 bis 1,5 Prozent unter den vergleichbaren Konditionen von Direktbanken liegen, ist dieser Vorteil nicht von entscheidender Bedeutung. Direktbanken gewähren gerade auch neue Kunden einen Extra-Zinsbonus, der eine Tagesgeldanlage gegenüber einem Filialbank-Angebot noch attraktiver macht.

Die Sicherheit beim Tagesgeld

Die meisten Direktbanken in Deutschland gehören wie die Filialbanken zu Banken- oder Sparkassenverbänden, die ihrerseits wiederum Sicherheitsfonds vorhalten, aus denen Anleger im Falle einer Insolvenz ihr Kapital zuzüglich der Zinsen zurückerhalten. Diese Einlagensicherungsfonds erstatten unbegrenzt. Anders sieht es bei ausländischen Banken aus, die Tagesgelder anbieten. Hier kann es betragsmäßige Begrenzungen bei der Einlagensicherung geben.