Tagesgeldkonto? Festgeldkonto?!

Wer in der heutigen Zeit hohe aber sichere Zinserträge erhalten möchte wird sich zwischen Festgeld und Tagesgeld entscheiden müssen. Beide Anlageformen bieten, im Vergleich zum herkömmlichen Sparbuch, recht hohe Zinsen. Im Gegensatz dazu gibt es kein Verlustrisiko bei Banken mit Sitz in Deutschland. Doch welche Anlageform ist die Bessere für den Anleger? Dies hängt von den Sparzielen und den Wünschen des Einzelnen ab. Wer mit seinem Ersparten immer flexibel handeln möchte, für den ist das Tagesgeldkonto die bessere Lösung. Denn je nach Wunsch kann man täglich über sein Geld verfügen. Dafür können die Zinsen bei einem Tagesgeldkonto aber genauso kurzfristig schwanken, da sie ständig der Marktlage angepasst werden.

Ein weiterer Vorteil dieser Geldanlage ist die geringe Einlagesumme. Die meisten Anbieter verzinsen das Guthaben schon ab dem ersten Euro. Allerdings sind bei der Gesamteinlage auch Grenzen gesetzt. So bekommt man bis zu einem festgelegten Limit die recht hohen Zinsen. Hat man dieses Limit überschritten, so wird diese Restsumme mit einem geringeren Zinssatz berechnet. Zinsen werden monatlich, pro Quartal oder einmal zum Jahresende gutgeschrieben. Geldanlagen auf einem Festgeldkonto beginnen meist bei einer Laufzeit von 6 Monaten. Die Höchstanlagedauer liegt, je nach Kreditinstitut, bei 3 bis 5 Jahren. Im genannten Zeitraum gibt es noch weitere Staffeln. Die häufigste Anlage wird mit einem Jahr getätigt.
Der Vorteil in einer Festgeldanlage liegt in den hohen Zinsen. Diese liegen etwa 1% über den Zinsen der Tagesgeldkonten. Je mehr und je länger Sie Ihr Geld anlegen, desto höher ist auch die Verzinsung. Allerdings hat diese Anlageform auch Nachteile. Denn während der gesamten Laufzeit kann man nicht über das angelegte Geld verfügen. Sollte man ein Festgeldkonto trotzdem vorzeitig auflösen, so werden die Vertragsstrafen die erwirtschafteten Zinsen zum größten Teil aufbrauchen.

Ein weiterer Nachteil besteht in der Zinszahlung. Bei vielen Verträgen werden die Zinsen erst zum Ablauf der Anlage auf dem Konto gutgeschrieben. Somit entfällt der Zinseszinseffekt. Es gibt aber auch Festgeldkonten, wo die Zinsgutschrift zum Ende des Kalenderjahres erfolgt. Diese Bedingungen sollten mit dem Bankberater genau besprochen werden. Sollten Sie sich für ein Festgeldkonto entscheiden, so bedenken Sie auch, dass diese Geldanlage ein Mindestkapital erfordert. Je nach Anbieter können Sie eine solche Anlage schon ab 2.000 Euro tätigen.

Die besten Angebote

Wo bekommt man die besten Angebote? Bei Festgeldkonten werden Sie vermutlich bei Ihrer Hausbank die besseren Konditionen aushandeln können. Denn dabei können die Berater die vorhandenen Angebote auch abändern. Doch sollten Sie es nicht versäumen sich auch bei anderen Anbietern beraten zu lassen. Eventuell bietet eine andere Bank Ihnen höhere Zinsen, um Sie als neuen Kunden zu gewinnen. Bei Tagesgeldkonten schneiden die Onlinekonten am Besten ab. Diese Banken haben zwar kein Netz an Geldautomaten, aber dafür die höheren Zinsen. Ein- und Auszahlungen nehmen Sie über Ihr Girokonto vor, sind nicht an Höchstbeträge bei der Auszahlung gebunden und können schnell über Ihr Geld verfügen.

Zusammenfassend kann man als sagen: Wer schnellen Zugriff auf sein Erspartes möchte und geringe Summen hoch verzinsen will, der sollte sich für ein Tagesgeldkonto entscheiden. Möchten Sie lieber höhere Zinsen, aber dafür langfristige Bindungen, so eröffnen Sie am besten ein Festgeldkonto.

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